Zutaten
Zubereitung
- Selchfleisch in einem großen Topf mit Wasser bedecken und sanft gar kochen. Herausnehmen, etwas auskühlen lassen und klein würfeln. Die Selchsuppe als Kochbasis aufbewahren.
- Rollgerste in der Selchsuppe kochen.
- Suppengrün und Erdäpfel putzen beziehungsweise schälen und klein würfeln. Etwa zur Hälfte der Garzeit der Rollgerste mit gerösteten Zwiebeln, gehacktem Knoblauch, Lorbeer, Majoran, Thymian und wenig Salbei dazugeben. Weiterköcheln, bis Rollgerste, Gemüse und Erdäpfel weich sind.
- Bohnen abgießen und mit dem gewürfelten Selchfleisch dazugeben. Alles gut erhitzen und bei Bedarf mit Wasser oder Selchsuppe auf die gewünschte Konsistenz bringen.
- Frischen oder tiefgekühlten Liebstöckel sowie Selleriegrün oder Petersilie gegen Ende zugeben. Mit Salz, Pfeffer, bei Bedarf Suppenpaste und einem Spritzer Most- oder Apfelessig abschmecken.
Notizen
Frischen oder tiefgekühlten Liebstöckel gegen Ende zugeben; getrockneter Liebstöckel bringt wenig Geschmack. Eine Einbrenn ist nicht nötig: Die Rollgerste bindet das Ritschert beim Nachquellen. Für den nächsten Tag deshalb nicht zusätzlich binden.
Am nächsten Tag schmeckt Ritschert noch besser. Langsam aufwärmen und bei Bedarf mit etwas Suppe strecken. Es lässt sich auch portionsweise einfrieren und eignet sich gut für größere Feiern oder Partys.
Zum Aufbewahren in kleinere, flache Behälter aufteilen, rasch abkühlen und gekühlt lagern. Ritschert bleibt lange heiß; mir ist schon einmal ein ganzer Topf sauer geworden.
Am besten dazu eine Scheibe frisches Roggenbrot, ein gut gekühltes Bier und danach ein Stamperl oder Frakerl Schnaps.
Eine Zubereitung in einem Thermomix ist auch möglich, aber dies ist schon so wie Gotteslästerung im kulinarischen Sinne und hat mit dem Rezept unserer Ahnen (Vorfahren) nichts zu tun.
