Das Selchfleisch in einen großen Topf legen, mit kaltem Wasser bedecken und Zwiebel, Lorbeer, Pfefferkörner und Wacholder dazugeben. Bei Bedarf vorher kurz wässern, falls das Fleisch sehr salzig ist.
Das Wasser langsam erhitzen, aber nicht sprudelnd kochen. Das Fleisch bei etwa 90 °C rund 90 Minuten ziehen lassen, bis es zart ist. Eine Kerntemperatur von ungefähr 72 °C ist ein guter Richtwert.
Die Zwiebel in Butter glasig anschwitzen. Semmelwürfel, Zwiebel, Petersilie, Salz und Muskat vermengen. Milch und Eier verquirlen, darübergießen und alles gut durchmischen. Die Masse etwa 20 Minuten rasten lassen.
Mit feuchten Händen acht gleichmäßige Knödel formen. Falls die Masse zu weich ist, etwas Mehl einarbeiten. Zuerst einen Probeknödel garen.
Die Zwiebel im Schweineschmalz anschwitzen. Sauerkraut, Kümmel, Lorbeer, Wacholder und etwa 200 ml Selchfleisch-Sud zugeben. Zugedeckt 20 bis 25 Minuten dünsten, sodass das Kraut Biss behält. Mit einer Prise Zucker abrunden; zum Binden nach Wunsch den geriebenen Erdapfel einrühren.
Die Knödel in leicht wallendem Salzwasser 15 bis 20 Minuten ziehen lassen. Das Wasser darf nicht sprudelnd kochen.
Das Selchfleisch zehn Minuten im Sud rasten lassen und anschließend in dicke Scheiben schneiden.
Das Fleisch mit Sauerkraut und Knödeln anrichten, mit etwas Sud beträufeln und mit frisch geriebenem Kren und Senf servieren.